Der Norden Europas und die Arktis – Sicherheit durch Rüstung und/oder Zusammenarbeit

Der Norden Europas und die Arktis – Sicherheit durch Rüstung und/oder Zusammenarbeit

Es ist nicht verwunderlich, dass sich auf Grund des neuesten Krieges alle Augen in Richtung Nahen Osten wenden. Dort spielt die aktuelle – tragische – militärische, geo-ökonomische und -politische Musik. Auch nach der Waffenpause bleibt die Region unter extremer Spannung. Leider wird dadurch der andauernde Krieg Russlands gegen die Ukraine in den Hintergrund gerückt. Noch mehr gilt das für potenzielle Konfliktregionen im Norden Europas. Aber wir sollten uns nie von der kritischen Beobachtung der anderen, wenngleich eher langfristig gefährlich werdenden, Krisenregionen durch die aktuellen Kriege und Konflikte ablenken lassen. Gerade die kriegerischen Entwicklungen im Nahen Osten machen deutlich, wie sich die sträfliche Vernachlässigung von schwelenden Bränden katastrophal auswirken kann.

So war es durchaus sinnvoll, dass sich die diesjährige Konferenz der Pariser Verteidigungsakademie mit den Entwicklungen im Norden Europas und vor allem in der Arktis auseinandersetzte. Das Partnerland war diesmal – nicht zufällig – Dänemark. Der Streit um Grönland bzw. der imperiale Anspruch von US-Präsident Trump auf diese Insel war ein entsprechender Anlass. Trump hatte mit seinen Ansprüchen insofern ein Argument, als dass Grönland eine wichtige Rolle für die Sicherheit in und rund um die Arktis darstellt. Aber er irrt, wenn er glaubt, durch einen Wechsel im Eigentum und durch eine daraus folgende Entfremdung zwischen den USA und Europa einen Beitrag zur Sicherheit zu leisten. Jedenfalls kommt dadurch wieder seine Ablehnung der internationalen Zusammenarbeit und speziell der Europäischen Union zum Ausdruck. Für ihn zählt nur, worüber er auch selbst verfügen kann – oder zumindest glaubt verfügen zu können.

Etappensieg der Liberalen Demokratie

Etappensieg der Liberalen Demokratie

Die Abwahl Viktor Orbans und seiner Fidesz-Partei – und damit des illiberalen politischen Systems – war ein wichtiger Schritt für Ungarns Demokratie und die Zukunft der Europäischen Union! Es war Viktor Orban, der den Begriff der ‚illiberalen‘ Demokratie prägte oder zumindest propagierte. Diese Form der Demokratie beruht weiterhin auf Wahlen, versucht sie aber durch entsprechende Verfassungsänderungen und durch Medienkonzentration in den Händen der Machthaber in ihrer Bedeutung zu schmälern. Die Medienpolitik in der illiberalen Demokratie hat dabei das Ziel, ein wesentliches Charakteristikum der liberalen Demokratie – die freie Meinungsäußerung und Meinungsbildung – zu unterbinden. Die Machthaber versuchen ihre Meinungs- und Führungsposition zu monopolisieren. Diese spezielle Form der Demokratie hat jetzt in Ungarn eine Niederlage erlitten, aber dennoch ist die illiberale Bewegung keineswegs tot. Die Auseinandersetzungen zwischen der liberalen und der illiberalen Gestaltung der Demokratie gehen weiter. 

Georgia’s Fading Rose: How the Dream of Democracy Turned into an Authoritarian Nightmare

Georgia’s Fading Rose: How the Dream of Democracy Turned into an Authoritarian Nightmare

Yet as the world grapples with multiple crises, Georgia risks becoming a blind spot for the EU. Some member states argue for prioritizing internal reforms over expansion, but this must not come at the cost of ignoring Georgia’s democratic aspirations. The most effective long-term strategy for the EU may be to demonstrate its willingness—and capacity—to protect neighbours with democratic ambitions in the face of external aggression. Parallel to the diversification, Europe raised its production of energy out of sustainable resources. Nevertheless, the war in Iran and especially the Iranian blockade of the street of Hormuz is an enormous threat for a continuous energy supply, as demand for energy is expected to grow with the duration of the war.

Iran War and its Consequences for Europe: A Shock and a Vision

Iran War and its Consequences for Europe: A Shock and a Vision

It is obviously too early to evaluate seriously the effects of the present Iran war on Europe. It will definitely have different effects, and it is to be feared that these will be predominantly negative – at least in the short run. The question is if a new alliance between the Gulf countries – possibly including Türkiye – and the European Union can grow out of the ashes of this war. One only can hope that this dreadful war will also offer new chances.

Parallel to the diversification, Europe raised its production of energy out of sustainable resources. Nevertheless, the war in Iran and especially the Iranian blockade of the street of Hormuz is an enormous threat for a continuous energy supply, as demand for energy is expected to grow with the duration of the war.

Trump – From Peace President to War President

Trump – From Peace President to War President

Trump began his second term with the promise that he would end wars rather than start new ones. He had already envisioned winning the Nobel Peace Prize for himself. However, things have changed dramatically. After the relatively ‘soft’ – though still illegal, military intervention in Venezuela he subsequently launched, together with Israel, a full-scale attack on Iran. As Robert Malley and Stephen Wertheim wrote (The New York Times - International Edition - March 7/8): “President Trump’s attack on Iran is astonishing in its audacity, aggression and lawlessness (...) The self-appointed president of peace has turned into an embolden warmaker.” The renaming of the Department of Defense as ‘Department of War’ already signaled the new direction of U.S. foreign policy under Donald Trump. And War Secretary Pete Hegseth further underlined this shift in mindset: “The dumb, politically correct wars of the past were the opposite of what we are doing here”. 

US-Objectives in Iran: Surrender or Early Exit?

US-Objectives in Iran: Surrender or Early Exit?

President Trump has demanded the “unconditional surrender” of Iran. At the same time, he has claimed that the war would be over within four—and later six—weeks. Republican Senator Tommy Tuberville added that the “conflict should be very short and sweet”. The President later even referred to the war in Iran as a “short-term excursion”. A complete regime change through an air campaign alone appears unlikely, given Iran’s deeply entrenched political structures. A genuine revolution that does not leave at least parts of the old system intact would require far more than a simple reorganization of the administrative apparatus or the replacement of one group of rulers by another faction from the old elite.

Freiheit im Iran

Freiheit im Iran

Seit dem 28. Dezember 2025 gehen im Iran wieder Menschen zu Tausenden auf die Straße. Diesmal nicht als Reaktion auf einen einzelnen Todesfall wie 2022. Diesmal aus einer akkumulierten Erschöpfung heraus: wirtschaftlicher Kollaps, politische Hoffnungslosigkeit, und das Wissen, dass das Regime seit dem zwölftägigen Krieg mit Israel im Sommer 2025 regional geschwächt ist wie nie zuvor.

Das Regime reagiert auf diese äußere Schwäche mit verstärkter innerer Gewalt – ein Muster, das wir historisch immer wieder beobachten können: Wer nach außen verliert, kompensiert nach innen.

IRAN: BEVÖLKERUNG BLEIBT IM WIDERSTAND

IRAN: BEVÖLKERUNG BLEIBT IM WIDERSTAND

Die USA und Israel haben mit „Epic Fury“ neuerlich eine das Völkerrecht klar verletzende Militärintervention gestartet. Führende Köpfe wurden getötet, und nun hoffen Trump und Netanyahu, dass die Bevölkerung aufsteht und das Regime auf den „Misthaufen der Geschichte“ wirft. Aber inwieweit können solche Interventionen von außen zu einer siegreichen Revolution im Inneren beitragen? Jedenfalls, die illegale Aktion von Israel und den USA ändert nichts daran, dass das Regime unter der Führung des jetzt getöteten Geistlichen Oberhaupts Chamenei ein furchtbares und für viele Menschen tödliches Regime war.

EUROPE SHOWS A STRONGER DEFENSE COHESION. IT MUST NOW ADVANCE ITS ARMS CONTROL INTERESTS

EUROPE SHOWS A STRONGER DEFENSE COHESION. IT MUST NOW ADVANCE ITS ARMS CONTROL INTERESTS

The erosion of the rules-based global order has been a constant topic of discussion in the last few years. One of the most serious illustrations of that trend is the end of half a century of bilateral arms control agreements between the United States and the Soviet Union, then Russia, with the expiry earlier this month of New START—the last in the long line of negotiated bilateral agreements to bring down nuclear arsenals.