MILITANTROPOS – Filmvorführung und Gespräch

Am 03. März veranstaltete das IIP im Cine Center Wien gemeinsam mit seinen Partnern – der Universität Graz sowie der CARITAS – eine Filmvorführung des Dokumentarfilms MILITANTROPOS mit anschließendem Gespräch.

Der Film versucht, die rohe Realität menschlicher Existenz im Krieg einzufangen. Er begleitet Menschen aus der Ukraine sowohl an der Front als auch in ihrem Alltag und richtet den Blick zugleich auf stille Momente zwischen Kampf und Normalität. Momente der Freude, der Trauer, der Hoffnung und der Erschöpfung. Durch eindringliche Bilder und eine intensive Klangkulisse gelingt es dem Film, die Zuschauerinnen und Zuschauer unmittelbar in diese Erfahrungswelt hineinzuziehen. Beim Sehen scheint man den Staub in den Augen zu spüren, die Kälte des Winters auf der Haut zu fühlen und den metallischen Geschmack von Angst und Gewalt im Mund wahrzunehmen.

TIm Anschluss an die Vorführung fand eine Podiumsdiskussion statt, moderiert von Josef Mühlbauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz. Als Gäste diskutierten Eva Maria Czermak, Senior Program Manager für die Ukraine und den Balkan bei Caritas Österreich, sowie Hannes Swoboda, Präsident des IIP und ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments.

Die Diskussion bot eine wichtige Ergänzung zum Film. Sie machte deutlich, welche Herausforderungen humanitäre Hilfe in einem anhaltenden Krieg mit sich bringt und wie komplex und logistisch anspruchsvoll die Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung ist. Gleichzeitig wurde erörtert, welche Maßnahmen die Europäische Union seit Beginn des Krieges ergriffen hat und welche politischen und humanitären Schritte weiterhin notwendig sind.

Vier Jahre nach Beginn der großangelegten Invasion Russlands bleibt der Krieg in der Ukraine eine der zentralen sicherheitspolitischen Herausforderungen Europas. Die Eindrücke des Films und die anschließende Diskussion erinnerten eindringlich daran, dass der Krieg weiterhin schwer auf den Schultern der Menschen in der Ukraine lastet. Gerade in einer Zeit, in der weltweit zahlreiche Konflikte Aufmerksamkeit beanspruchen, bleibt die Unterstützung der Ukraine von entscheidender Bedeutung. Sie ist eine Voraussetzung dafür, einen gerechten und nachhaltigen Frieden zu ermöglichen, der sowohl das Recht der Ukraine auf Selbstbestimmung respektiert als auch zu einer stabileren europäischen Sicherheitsordnung beiträgt.