Das Internationale Institut für den Frieden (IIP), das Architekturzentrum Wien, Denk.Raum.Fresach, die Hochschule Campus Wien, das Sir Peter Ustinov Institut und das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) laden Sie herzlich zur folgenden Veranstaltung ein:
BEWÄHRUNGSPROBE EUROPA
80 Jahre Hannes Swoboda – ein Anlass, über Europas Zukunft zu sprechen
Termin: Freitag, 20. November 2026
Uhrzeit: 17:00
Ort: Architekturzentrum Wien, Podium
KONTEXT
Hannes Swoboda hat europäische Politik über Jahrzehnte aus unterschiedlichen Perspektiven begleitet und mitgestaltet. Außenpolitik, die Rolle Europas in einer zunehmend multipolaren Welt, aber ebenso gesellschaftliche Entwicklung, Kultur, Architektur und das Zusammenleben in unseren Städten gehören zu den Themen, die ihn bis heute beschäftigen.
Sein 80. Geburtstag ist deshalb Anlass für eine Debatte, die über eine persönliche Würdigung hinausgeht: Wo steht Europa in einem globalen Umfeld, dessen politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnung sich grundlegend verändert?
Die Bewährungsprobe findet dabei auf zwei Ebenen statt. Auf einer äußeren Ebene finden globale geo-politische und geoökonomische Machtverschiebungen statt. Auf einer inneren Ebene ringen Gesellschaften mit Polarisierungen, technologischen Umbrüchen, komplizierter Vielfalt und weitreichenden Entscheidungen für eine gemeinsame Zukunft.
Zwei Panels, zwei Perspektiven, eine Frage: Was für ein Europa wollen wir haben?
PROGRAMM
17:00 BEGRÜßUNG
Michael Ludwig, Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien
Angelika Fitz, Direktorin des Architekturzentrum Wien
MUSIK
17:15 PANEL I: GEOPOLITIK UND GEOÖKONOMIE
Bewährungsprobe für Europa: Kann Europa Weltpolitik?
Die Weltordnung verschiebt sich – geopolitisch, wirtschaftlich und technologisch. Alte Gewissheiten bröckeln, neue Machtzentren entstehen, und Europa steht zwischen Großmächten, Handelskonflikten, Krieg und wachsendem globalem Wettbewerb. Die USA verändern ihre Rolle, China tritt selbstbewusster auf, Russland stellt die europäische Sicherheitsordnung infrage, und der Globale Süden fordert mehr Einfluss.
Was bedeutet das für die Europäische Union? Ist Europa nur Zuschauer in einer neuen Weltordnung – oder kann es seine Interessen gemeinsam vertreten und selbst zum geopolitischen Akteur werden? Braucht Europa mehr strategische Autonomie, mehr militärische Stärke, eine neue Wirtschafts- und Industriepolitik – oder vor allem politischen Mut?
Die äußere Bewährungsprobe lautet: Kann Europa seine Werte gegen andere verteidigen, ohne an seinen Interessen vorbeizuregieren – und international seine Interessen vertreten, ohne seine Werte zu verlieren?
Stephanie Fenkart, Direktorin des Internationalen Instituts für den Frieden (IIP)
Mario Holzner, Direktor des Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw)
Markus Reisner, Oberst, Leiter des Institutes für Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Militärakademie
Astrid Seville, Professorin für Politikwissenschaft, der Leuphana Universität Lüneburg
Hannes Swoboda, ehem. MEP
Moderatorin: Elke Schraik, Lektorin an der Universität Wien, der Diplomatischen Akademie Wien sowie der FH des BFI Wien, affiliated researcher OIIP
MUSIK
18:45 PANEL II: GESELLSCHAFT, KULTUR UND WISSENSCHAFT
Bewährungsprobe für Europa: Was hält Europa im Inneren zusammen?
Die Welt verändert sich – und diese Veränderungen kommen mitten in unseren Gesellschaften an. Migration und neue Formen von Vielfalt, soziale und kulturelle Spannungen, technologische Umbrüche und künstliche Intelligenz, aber auch wachsende Vorurteile und Polarisierung stellen Europa vor eine ebenso grundlegende Frage wie die geopolitischen Machtverschiebungen: Was hält Europa eigentlich zusammen?
Denn Europas Stärke nach außen hängt auch von seiner Fähigkeit ab, im Inneren offen, innovativ und handlungsfähig zu bleiben. Wissenschaft, Bildung, Kunst, Kultur und Architektur prägen dabei nicht nur unser Bild von Europa – sie schaffen Räume für Begegnung, Widerspruch und neue Ideen. Können sie dazu beitragen, gesellschaftliche Gräben zu überwinden? Wieviel Vielfalt, Streit und Veränderung braucht eine lebendige europäische Gesellschaft – und wo beginnt das, was uns gemeinsam verbinden muss?
Angelika Fitz, Direktorin des Architekturzentrum Wien
Margarethe Prinz-Büchl, Denk.Raum.Fresach – Europäisches Toleranzzentrum
Ruth Wodak, Linguistin, Sprachsoziologin und Diskursforscherin
Wilhelm Behensky, Hochschule Campus Wien
Hannes Swoboda, ehem. MEP
Moderatorin: Elke Schraik, Lektorin an der Universität Wien, der Diplomatischen Akademie Wien sowie der FH des BFI Wien, affiliated researcher OIIP
20:15 VIDEOVORFÜHRUNG
EMPFANG
Die Diskussions wird auf Deutsch geführt.
Im Anschluss laden wir zum Austausch bei Erfrischungsgetränken und Snacks.
Mit Ihrer Teilnahme an dieser Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Fotos oder Aufnahmen, auf denen Sie zu sehen sind, von den Veranstaltern veröffentlicht oder anderweitig genutzt werden dürfen.

